Zeit­strahl

Die 11 wichtigsten History Facts

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Jülich, eine Stadt mit einer faszinierenden Geschichte, hat über die Jahrhunderte hinweg zahlreiche Herausforderungen gemeistert. Die Kämpfe gegen die Oberherrschaft der Kölner Erzbischöfe dauerten fast 100 Jahre an und führten zu Zerstörungen und Gefangennahmen. Trotzdem konnte Jülich seine Unabhängigkeit sichern und erlebte eine Zeit des Wachstums und der territorialen Erweiterung.

Im 16. Jahrhundert wurde Jülich zu einer Renaissancestadt umgestaltet, dank des italienischen Baumeisters Alessandro Pasqualini. Seine Planung und der Festungsbau nach modernsten Erkenntnissen der Zeit prägten das Stadtbild für die nächsten 300 Jahre. Die Festung wurde im Laufe der Zeit ausgebaut und erweitert, verlor jedoch später an Bedeutung.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Jülich stark zerstört, aber dank der Stadtsanierungspläne von René von Schöfer konnte die Stadt als eine der ersten im Rheinland ein umfassendes Wiederaufbaukonzept vorlegen. Der historische Stadtgrundriss und das charakteristische Erscheinungsbild wurden dabei bewahrt und die pasqualinische Altstadt steht seit 1993 unter Denkmalschutz.

Heute ist Jülich nicht nur ein Ort mit reicher Geschichte, sondern auch ein lebendiger Ort des Lernens und der Kultur. Die Zitadelle beherbergt ein Gymnasium und das Stadtgeschichtliche Museum, das Besuchern durch Führungen einen Einblick in die Geschichte der Stadt ermöglicht.

Jülich ist ein Ort, der seine Vergangenheit ehrt und gleichzeitig in die Zukunft blickt. Der Wiederaufbau nach dem Krieg und der Schutz des historischen Erbes sind Zeugnisse des Engagements der Stadt für ihre Identität und ihre Bewohner.

Die 11 wichtigsten History Facts

1- Jülich wird von dem Historiker Ammianus Marcellinus namentlich erwähnt. 

2- Bernhard von Clairvaux predigt in Jülich für den Kreuzzug; die Jülicher Kirche wird ausgebaut.

3- Erhebung der Markgrafschaft Jülich (seit 1336) zum Herzogtum (Herzog Wilhelm I.)

4- 1547 

In Jülich spricht man von drei Stadtgründungen: Die zweite Stadtgründung wurde aus dem Feuer geboren, nämlich, als im Jahr 1547 ganz Jülich in Flammen aufging. Der so frei gewordene Raum wurde von Alessandro Pasqualini auf dem Reißbrett gestaltet. Heute steht die größte Idealstadtanlage der Renaissance nördlich der Alpen unter Denkmalschutz. 

Die Grundsteinlegung zum Bau der Zitadelle zum Wiederaufbau der Stadt unter Herzog Wilhelm V. durch den italienischen Baumeister Alessandro Pasqualini wurde 1549 begangen.

Jugendbuchautor und Historiker Günter Bentele schrieb hierzu das Buch „Flammennacht“, das 2011 veröffentlicht wurde und sich um das Ereignis des Stadtbrandes rankt

5- 1650 wurde Jülich zum Wallfahrtsort

Die Legende will es, dass die Gebeine der Christina von Nideggen mit einem von Eseln gezogenen aber ohne Kutscher besetzten Karren am 22. Juni 1586 zur Stiftskirche nach Jülich kamen. 1908 wird Christina von Stommeln von Papst Pius X selig gesprochen. Bei der Zerstörung Jülichs am 16. November 1944 bleibt der Schrein mit den Reliquien Christinas unversehrt.

2012 wurde der Seligen zum 700. Todestag in Jülich eine große Ausstellung gewidmet – und eine nach einer Computertomografie eine Spitzguss-Nachbildung des Schädels gefertigt. An diesem Modell gab Constanze Niess der Seligen nach 700 Jahren wieder ein Gesicht gab

https://www.herzog-magazin.de/magazin/geschichten/mystikerin-und-selige/

6- Am 11. September 1804 besuchte Napoléon Bonaparte die Stadt, um sich über den Fortgang der Arbeiten an der Festung zu informieren, er legte den Grundstein für die unvollendet gebliebenen Forts auf der Merscher Höhe. Nach dem Zusammenbruch Preußens 1806 wurden die Ausbaupläne jedoch zugunsten der Erweiterung des an Frankreich gefallenen Wesel stark zusammengestrichen. Am 7. November 1811 besuchte Napoléon Jülich mit seiner Frau ein zweites Mal. 

7- In den frühen Morgenstunden des 23. Februars 1945 begannen die US-amerikanischen Bodentruppen in der Höhe von Jülich mit dem Vorstoß über die Rur. Am 24. Februar fiel die Zitadelle in die Hände der Amerikaner fiel. Damit war die Stadt Jülich von der NS-Diktatur befreit. Bereits am 26. Februar 1945 besuchte der britische Premierminister Winston Churchill auf Einladung des amerikanischen Generals Simpson Jülich. Vor der Zitadelle entstand das hier Foto, das durch die Weltpresse ging (z.B. in der Ausgabe des Magazins „LIFE“ vom 19. März 1945). Churchill, der sich des hohen symbolischen Werts der Jülicher Zitadelle bewusst war, ließ sich als Sieger vor dem stadtseitigen Portal fotografieren, so wie sich schon Fürsten und Regentinnen im 17. Jahrhundert als siegreiche Kriegsführer mit der Festung Jülich im Hintergrund hatten darstellen lassen.

8- Als Gründungsdatum der Einrichtung gilt der Landtagsbeschluss vom 11. Dezember 1956; den Namen „Kernforschungsanlage Jülich“ erhielt sie 1961. Ihre Rechtsform war zunächst ein eingetragener Verein(e. V.), 1967 wurde sie zur GmbH. Da im Laufe der Jahre andere Forschungsgebiete die Kernforschung immer weiter verdrängten, wurde der Name 1990 in „Forschungszentrum Jülich GmbH“ geändert.

Die Ansiedlung der „KFA“ ist städteplanerisch von großer Bedeutung: Mit dem Nordviertel entstand ein neues Stadtquartier, in dem heute 120 Nationen zu Hause sind. 

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9- 2000 Jahre Jülich – 750 Jahre Stadtrechte 1988

Jülich ist mit 2000 Jahren eine der ältesten Städte Deutschlands. Sie wurde von den Römern gegen Ende des ersten Jahrhunderts v. Chr. nahe einer Furt der Rur an der römischen Heerstraße von Köln am Rhein nach Boulogne-sur-Mer an der Atlantikküste als „Juliacum“ gegründet und, im 4. Jahrhundert durch ein Kastell befestigt. Noch heute lässt sich dessen Grundriss um den heutigen Marktplatz nachvollziehen.

Zum Stadtjubiläum feierte sich Jülich mit einem großen Umzug und Schauspiel. 

Fotos Stadtarchiv – Marga Kessler von den Heuvel – Buch nach dem Festumzug

10- Physik-Nobelpreis 2007 geht an den Jülicher Prof. Grünberg

Lange erwartet und nun ist der da: Der Nobelpreis für den hochdekorierten Festkörperforscher Prof. Peter Grünberg vom Forschungszentrum Jülich.

Die nun zuerkannte Ehrung – die er übrigens mit seinem Kollegen Albert Fert von der Universität Paris für die unabhängige Entdeckung desselben Phänomens teilt – liegt 20 Jahre zurück: In den 80er Jahren entdecken die Physiker den Riesenmagnetowiderstands, zu englisch Giant Magnetoresistance, abgekürzt GMR. Er ist die Voraussetzung für die Entwicklung von Giga-Byte-Festplatten, die heutzutage in jedem PC im Einsatz sind. Gemeinsam mit Albert Fert begründete Grünberg die Zukunftstechnologie Spintronik.  

Bereits 1997 kam der erste GMR-Lesekopf für Computerfestplatten auf den Markt. Längst hat der GMR-Effekt in verbesserten Leseköpfen für Festplatten, Videobänder sowie in MP3-Playern weltweite Verbreitung gefunden. Peter Grünberg erhielt dafür bereits 1998 den Zukunftspreis des Bundespräsidenten und 2006 den Erfinderpreis der Europäischen Kommission.

11- 2018 fiel in einer Versammlung der Startschuss zum Brainergy-Park. 

Die drei Gesellschafterkommunen Jülich, Niederzier und Titz sowie der Kreis Düren entwickeln im 52 ha großen interkommunalen Gewerbegebiet Brainergy Park Jülich ein rund 7 ha großes innovatives Spezialgebiet, in dem schwerpunktmäßig die Themenfelder „Neue Energien“ und „Energiewende“ abgebildet werden sollen.

2015 war das Projekt damals noch unter dem Titel Campus Merscher Höhe in Gang gesetzt worden.

 

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